Juliusspital Würzburg
Stiftung Juliusspital Würzburg

Postfach 5820

97008 Würzburg

Juliuspromenade 19
97070 Würzburg

Stiftung Juliusspital Würzbrug
Tel: 0931/393-0
Fax: 0931/393-1004

 

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Geschichte der Stiftung Juliusspital

1576

am 12. März legte der große Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617) den Grundstein zu einer Stiftung, die trotz aller Schicksalsschläge Jahrhunderte, ja sogar eine Jahrtausendwende überdauerte. Zu diesem Zweck erwarb er den sogenannten "Judengarten" vor den Toren der damaligen Stadtgrenzen. Als Baumeister holte sich der Fürstbischof Georg Robyn, der in Mainz wirkte und aus Ypern stammte. Er zeichnete auch die Pläne für die Gebäude der alten Universität, die Julius Echter 1582 wiederbegründete.                                      

 

juliusechter

 

1579

Nach Fertigstellung des ersten Spitalbaus bestimmte Julius Echter am 12. März in der Fundationsurkunde für seine Stiftung, daß hier "allerhand Sorten Arme, Kranke, unvermugliche, auch schadhafte Leut, die Wund- und anderer Arznei notdürftig sein, desgleichen verlassen Waysen und dann füruberziehende Pilgram und dörftige Personen"  behandelt und betreut werden sollten. Bereits zu seinen Lebzeiten übereignete der Fürstbischof übereignete seiner Stiftung zur Deckung ihrer Aufgaben ausreichende Einkünfte und umfangreichen Grundbesitz, wozu neben Weinbergen – unter anderem in der weltberühmten Lage Würzburger Stein – auch land- und forstwirtschaftliche Besitzungen gehörten. Durch diese dauerhafte Vermögensausstattung konnte die Stiftung auch schwierige Epochen in den vergangenen Jahrhunderten ohne bleibenden Schaden überstehen.

 

stiftungsurkunde

 

Die steinerne Stiftungsurkunde schuf der Bildhauer Hans Rodlein 1576.
Sie hängt im Durchgang vom Innenhof zum Park.

 

 

 

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Die „Geöffnete Türe“ aus Meißener Porzellan, die moderne Darstellungsform des Stiftungsauftrages, schuf Olaf Fieber zur Einweihung des zweiten Bauabschnittes am 5. Oktober 2000.

 

 

1699

zerstörte eine verheerende Feuersbrunst den Mittelteil des Nordtrakts. Fürstbischof Johann Philipp von Greifenclau ließ anstelle des baufälligen Hinterbaus in strengem Barock einen großen Neubau, den heutigen Fürstenbau, von Antonio Petrini errichten. In diese Zeit fiel auch der Bau des Gartenpavillons, das spätere "Theatrum anatomicum". Josef Greising errichtete ihn in den Jahren 1705 bis 1715.

1745

brannte der Mittelbau nieder. Der Wiederaufbau erfolgte durch Balthasar Neumann nach den Plänen Antonio Petrinis. Die Fertigstellung zog sich bis ins Jahr 1749 hin.
 
1789

begann, unter Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal, die Umgestaltung des Vorderbaues an der Juliuspromenade durch die Baumeister Ickelsheimer und Geigel. Nachdem die bisherigen Gemächer der Landesherren durch die Residenz entbehrlich geworden waren, kam die Pfarrkirche des Spitals in den Fürstenbau,  
 
1945

am 16. März wurde das Juliusspital durch einen Bombenangriff der Alliierten völlig zerstört. Im folgenden Jahrzehnt bis 1956 erfolgte der Wiederaufbau im alten Gewand.

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